Altbausanierung Kosten 2027: Preise pro m² & Beispiele

30. Oktober 2026

Altbausanierung Kosten 2027: Preise pro m² & Beispiele

Sanierungskosten 2027: Was kostet eine Altbausanierung pro m²?


Kurzantwort: Eine Altbausanierung kostet laut Marktübersichten grob 400 bis 900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche als Teilsanierung, 740 bis 1.800 Euro als Komplettsanierung und 1.000 bis 2.500 Euro als Kernsanierung. Für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern sind das rund 56.000 bis 350.000 Euro. Zuschüsse von BAFA und KfW können in einem typischen Fall 13.000 bis 23.000 Euro davon abdecken, wenn die Anträge vor der Beauftragung gestellt werden.


Du hast ein älteres Haus gekauft oder geerbt und brauchst eine belastbare Zahl für Bank, Familie oder die eigene Planung. Das Problem: Im Netz kursieren Spannen von 65 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter.

Dieser Artikel ist Teil unseres Ratgebers Haus sanieren.


Hier erfährst du, woher die großen Unterschiede kommen, was einzelne Maßnahmen kosten, wie ein realistisches Budget mit Förderung aussieht und wie du die Zahl für dein Haus belastbar machst.


Inhalt: Kosten pro m² nach Umfang · Kosten nach Baujahr · Kosten einzelner Maßnahmen · Rechenbeispiel mit Förderung · Preistreiber · Schritt für Schritt oder alles auf einmal · Förderung 2027 · Sinsheim und Kraichgau · Tipps · Checkliste · FAQ


Was kostet eine Altbausanierung pro Quadratmeter?

Die Kosten hängen vor allem vom Umfang ab. Marktübersichten nennen für 2026 grob 65 bis 180 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für eine Renovierung, 400 bis 900 Euro für eine Teilsanierung, 740 bis 1.800 Euro für eine Komplettsanierung und 1.000 bis 2.500 Euro für eine Kernsanierung. Die Zahlen sind Richtwerte, kein Angebot.


Stand der Spannen: 2026.


Was eine Kernsanierung genau umfasst und wann sie sich lohnt, erklärt unser Ratgeber zur Kernsanierung.


Gut zu wissen: Die Spannen sind so breit, weil sie ganz unterschiedliche Häuser abbilden. Ein gepflegtes Haus von 1985 und ein feuchtes Haus von 1955 landen bei gleicher Wohnfläche in völlig anderen Bereichen.


Was kosten einzelne Sanierungsmaßnahmen?

Die größten Einzelposten sind meist Dach, Fassade, Heizung und Fenster. Ein neu gedecktes und gedämmtes Dach mit 150 Quadratmetern liegt bei grob 30.000 bis 52.500 Euro, eine neue Heizungsanlage bei 30.000 bis 50.000 Euro. Rechne die Posten mit den Mengen deines Hauses zusammen, um eine erste Größenordnung zu bekommen.


Details zu Dach und Keller findest du in den Ratgebern Dach sanieren und Keller sanieren.


Mögliche Zuschüsse (Stand 30.10.2026):


  • Gebäudehülle über BAFA: 15 Prozent auf höchstens 30.000 Euro förderfähige Kosten ergeben 4.500 Euro. Mit individuellem Sanierungsfahrplan steigt die Grenze auf 60.000 Euro, der Anteil über 30.000 Euro wird mit 20 Prozent gefördert. Das ergibt bis zu 10.500 Euro.


  • Heizung über KfW 458: 30 Prozent Grundförderung auf höchstens 28.000 Euro ergeben 8.400 Euro. Für den Tausch einer funktionierenden Ölheizung kommen bei Selbstnutzern 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus dazu, zusammen 12.880 Euro. Der einkommensabhängige Bonus kann den Zuschuss weiter erhöhen.


Zusammen sind das rund 12.900 bis 23.400 Euro. Nicht förderfähig sind in der Regel Bad und Elektrik, für deren Arbeitskosten kannst du aber 20 Prozent nach § 35a EStG geltend machen, höchstens 1.200 Euro pro Jahr.


Wichtig: Ob deine Maßnahmen förderfähig sind, prüft ein Energieeffizienz-Experte vor dem Antrag.


Du willst wissen, was dein Haus kostet? Nach einer Besichtigung vor Ort erhältst du von RS Bau ein transparentes Angebot mit Leistungsumfang und Zeitplan. Anfrage senden


Was treibt die Sanierungskosten nach oben?


Am teuersten sind Überraschungen in der Substanz: Feuchte, Holzschäden und Schadstoffe kosten oft mehr als die eigentliche Modernisierung. Dazu kommen der gewählte Energiestandard, Eingriffe in die Statik und die allgemeine Preisentwicklung. Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden waren im August 2026 laut Statistischem Bundesamt 6,0 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.


  • Zustand: Feuchte Keller, morsche Balken oder Hausschwamm zeigen sich oft erst beim Rückbau.
  • Schadstoffe: Bei Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 wird Asbest vermutet. Die Sanierung kann den Rückbau um 10.000 bis 30.000 Euro verteuern.
  • Energiestandard: Eine Sanierung zum Effizienzhaus kostet mehr, wird aber über den KfW-Kredit 261 mit Tilgungszuschuss gefördert.
  • Grundriss: Wanddurchbrüche brauchen Statik und Stahlträger.
  • Gerüst und Logistik: Wer Dach und Fassade getrennt saniert, zahlt das Gerüst doppelt.
  • Preisentwicklung: Bei Dacharbeiten lag der Anstieg im August 2026 bei 7,6 Prozent, bei Zimmer- und Holzbauarbeiten bei 7,2 Prozent zum Vorjahr.


Praxistipp: Plane 10 bis 20 Prozent Puffer ein und gib ihn nicht für Extras aus, bevor der Rückbau abgeschlossen ist.


Schritt für Schritt oder alles auf einmal sanieren?


Alles auf einmal ist meist günstiger pro Maßnahme, weil Gerüst, Anschlüsse und Baustelleneinrichtung nur einmal anfallen. Schritt für Schritt verteilt die Kosten über Jahre und passt besser zu einem begrenzten Budget. Ein individueller Sanierungsfahrplan verbindet beides:


Er legt die Reihenfolge fest, und sein Förderbonus gilt für Maßnahmen, die innerhalb von 15 Jahren umgesetzt werden.


Wichtig ist, dass jeder Schritt zum nächsten passt. Neue Fenster ohne geplante Fassadendämmung oder eine Heizung, die auf das ungedämmte Haus ausgelegt ist, kosten später Geld. In welcher Reihenfolge du vorgehst, steht im Hub-Ratgeber Haus sanieren.


Welche Förderung senkt die Sanierungskosten 2027?


Für die Gebäudehülle zahlt das BAFA 15 Prozent Zuschuss, für eine klimafreundliche Heizung die KfW 30 bis 80 Prozent, und für die Sanierung zum Effizienzhaus gibt es den KfW-Kredit 261 mit Tilgungszuschuss.


Alternativ ziehst du 20 Prozent der Kosten über drei Jahre von der Steuer ab. Zum 1. Februar 2027 sinken einzelne Heizungsboni.


Das ändert sich 2027:

  • Der Klimageschwindigkeitsbonus der KfW-Heizungsförderung sinkt am 1. Februar 2027 von 16 auf 12 Prozent und danach alle sechs Monate um weitere 4 Prozentpunkte.
  • Die förderfähigen Höchstkosten für die Heizung sinken ab dem 1. Februar 2027 schrittweise.
  • Für energetisch besonders schlechte Gebäude ist ab dem ersten Quartal 2027 ein zusätzlicher Bonus von 5 Prozent auf die Dämmung der Gebäudehülle geplant.


Alle Programme von Bund, Land und Kommune findest du in unserer Übersicht Förderung für Dach und Dämmung in der Region.


Sanierungskosten in Sinsheim und im Kraichgau


Für Sinsheim gibt es keine eigene amtliche Statistik zu Sanierungskosten. Die bundesweiten Spannen sind ein guter Startpunkt, verlässlich wird die Zahl erst mit einem Angebot nach Besichtigung.


Kostenlos und neutral einordnen lässt du dein Vorhaben bei der Energieagentur KLiBA, die in vielen Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises Erstberatungen anbietet.


  • Erstberatung: KLiBA Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis, Telefon 06221 99875-0.
  • Kommunale Förderung: Frag bei der Stadt Sinsheim oder deiner Gemeinde nach eigenen Programmen und Sanierungsgebieten, bevor du beauftragst.
  • Hanglagen: Im Kraichgau sind Keller am Hang häufig seitlich durchfeuchtet. Plane die Abdichtung in deinem Budget mit ein.


Bei RS Bau erstellen wir Angebote erst nach einer Besichtigung vor Ort, damit Leistungsumfang und Zeitplan zu deinem Haus passen. Mehr zu unserer Arbeit: Sanierung in Sinsheim.


Typische Fehler beim Kalkulieren und Profi-Tipps


Der häufigste Fehler ist, nur den Preis pro Quadratmeter zu vergleichen. Ein günstiges Angebot ohne Gerüst, Entsorgung oder Anschlüsse wird im Bauverlauf teuer. Ebenso teuer: Förderanträge zu spät stellen, keinen Puffer einplanen und Feuchteschäden erst beim Innenausbau entdecken.


  • Lass Angebote mit identischem Leistungsverzeichnis vergleichen.
  • Frag nach einem Festpreis für klar beschriebene Leistungen und nach einem Bauzeitenplan.
  • Kläre Förderung oder Steuerbonus vor der Beauftragung.
  • Lass Feuchte und Schadstoffe vor dem Budget prüfen, nicht danach.


Mehr dazu im Ratgeber über die teuersten Fehler vor dem Sanierungsstart.


Checkliste: Sanierungsbudget aufstellen


  • Wohnfläche, Dachfläche, Fassadenfläche und Fensterzahl ermitteln
  • Sanierungsumfang festlegen: Teil-, Komplett- oder Kernsanierung
  • Bestandsaufnahme mit Feuchte- und Schadstoffprüfung machen lassen
  • Energieberatung mit iSFP beauftragen
  • Kosten je Maßnahme aus Angeboten zusammenstellen
  • 10 bis 20 Prozent Puffer einrechnen
  • Förderung und Steuerbonus durchrechnen und Anträge vor der Beauftragung stellen
  • Finanzierung mit Bank klären, KfW-Kredit 261 prüfen


Häufige Fragen zu Sanierungskosten


Was kostet eine Altbausanierung pro Quadratmeter?

Marktübersichten nennen grob 400 bis 900 Euro pro Quadratmeter für eine Teilsanierung, 740 bis 1.800 Euro für eine Komplettsanierung und 1.000 bis 2.500 Euro für eine Kernsanierung. Der genaue Wert hängt vom Zustand und vom Energiestandard ab.


Was kostet es, ein Haus mit 140 Quadratmetern zu sanieren?

Eine Teilsanierung kostet grob 56.000 bis 126.000 Euro, eine Komplettsanierung 103.600 bis 252.000 Euro und eine Kernsanierung 140.000 bis 350.000 Euro. Plane zusätzlich 10 bis 20 Prozent Puffer ein.


Wie viel Förderung bekomme ich für die Sanierung?

Das hängt von den Maßnahmen ab. Für die Gebäudehülle gibt es 15 Prozent BAFA-Zuschuss, für eine neue Heizung 30 bis 80 Prozent von der KfW. In unserem Rechenbeispiel ergeben sich rund 12.900 bis 23.400 Euro.


Ist eine Sanierung günstiger als ein Neubau?

In der Regel ja, wenn das Tragwerk intakt ist. Eine Kernsanierung liegt meist deutlich unter den Kosten eines vergleichbaren Neubaus, weil Fundament, Wände und Decken erhalten bleiben. Bei stark geschädigter Substanz kann ein Neubau wirtschaftlicher sein.


Wie hoch sollte der Puffer bei einer Sanierung sein?

Plane 10 bis 20 Prozent der Bausumme als Reserve ein. Bei älteren Häusern mit unbekanntem Zustand eher am oberen Ende, weil Schäden oft erst beim Rückbau sichtbar werden.


Welche Sanierungskosten kann ich von der Steuer absetzen?

Energetische Maßnahmen am selbst genutzten Haus kannst du nach § 35c EStG mit 20 Prozent über drei Jahre absetzen, höchstens 40.000 Euro. Für andere Handwerkerleistungen gilt § 35a EStG mit 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro pro Jahr. Für dieselbe Maßnahme gibt es nicht Zuschuss und Steuerbonus zugleich.


Fazit: Mit Spannen planen, mit Angeboten entscheiden

Die Spannen pro Quadratmeter geben dir eine erste Größenordnung. Belastbar wird dein Budget erst mit Bestandsaufnahme, Mengen deines Hauses, vergleichbaren Angeboten, einem Puffer und einer Förderstrategie vor der Beauftragung. Lass dir dein Vorhaben vor Ort einschätzen: Anfrage senden.


Wie du Schritt für Schritt vorgehst, zeigt unser Ratgeber Haus sanieren: Ablauf und Reihenfolge. Planst du einen Rückbau bis aufs Tragwerk, lies weiter im Ratgeber zur Kernsanierung.


Aktualisiert am: 30.10.2026


Hinweis: Alle Kostenangaben sind Orientierungswerte und kein Angebot. Verbindlich sind die Angaben der Förderstellen und das Angebot nach Besichtigung.

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